Der Westerwald

Der Westerwald ist ein rechtsrheinisch gelegenes Mittelgebirge, das sich über Teile der Bundesländer Rheinland-Pfalz, Hessen und Nordrhein-Westfalen erstreckt. Er ist Teil des Rheinischen Schiefergebirges. Seine höchste Erhebung ist die mit 657 Metern über NN die zum Hohen Westerwald gehörende Fuchskaute.

Landläufig wirde der Westerwald als das Land zwischen den Flüssen Dill im Osten, Lahn im Süden, Rhein im Westen und Sieg im Norden definiert, wobei die im Norden dieses Gebietes gelegenen Höhenzüge unmittelbar südlich von Sieg und Heller naturräumlich nicht mehr zum Westerwald gehören. Die historische Region Westerwald hat noch etwas abweichende, nicht exakt zu bemessende Grenzen.

Er umfasst die Landkreise Altenkirchen, Lahn-Dill-Kreis, Limburg-Weilburg, Neuwied, Rhein-Lahn-Kreis, Rhein-Sieg-Kreis, Westerwaldkreis, Siegen-Wittgenstein und Mayen-Koblenz.

Geografisch wird der Westerwald im Osten durch die Tallandschaft der Dill, im Süden durch die Lahn, im Westen durch den Rhein und im Norden durch die Sieg begrenzt.

Geomorphologisch gehört der Westerwald zum Rheinischen Schiefergebirge und bildet den zentral westlichen Teil von dessen östlicher, rechtsrheinischer Hälfte. Der Westerwald wird charakterisiert durch seine bewaldeten Höhenzüge und durch die Landwirtschaft. Der Abbau von Eisenerz, Schiefer, Basalt und Ton haben den Westerwald zusätzlich geprägt.

Er teilt sich in drei naturräumliche Regionen auf: Hoher Westerwald, Oberwesterwald und Niederwesterwald. Der Hohe Westerwald ist eine mit Wäldern versehene, wellige und zugleich basalthaltige Hochfläche mit ausgeprägtem Reizklima auf rund 450 bis 657 m Höhe. Hier befindet sich mit der Fuchskaute der höchste Berg des Westerwalds. Der Oberwesterwald liegt als teils bewaldetes vulkanisches Kuppenland mit größeren Basaltdecken vor allem im Bereich der Westerwälder Seenplatte auf etwa 350 bis 500 m Höhe. Südlich schließt sich als Teil des Lahntals das Hügelland des Limburger Beckens an. Der Niederwesterwald grenzt an die Tallandschaften von Rhein und Lahn und stellt den West- und Südwestteil des Westerwalds als Rumpfgebirge in Höhenlagen von 200 bis 400 m dar. Darin eingelagerte Senkungsräume (Dierdorfer Senke, Montabaurer Senke) sind für ihre Tonvorkommen bekannt (Kannenbäckerland). Im Südwesten befindet sich mit der waldreichen Montabaurer Höhe (545 m) ein Härtlingszug aus Quarzit sowie das Naturschutzgebiet Malberg. Das nordwestlich anschließende Siebengebirge bei Bonn (bis 464 m) wird räumlich schon dem Mittelrheingebiet zugerechnet.